Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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wie ſolches einem Paſtor geziemt, und darum müſſen wir auch uns die Freude verſagen, ſo oft wir es möch⸗ ten, zu Ihnen zu kommen.

Ich wollte, Sie thäten das nicht, ſagte ſie ſanft; ich wollte, Sie rechneten nicht ſo und meinten nicht, daß eine ſolche Gegenſeitigkeit nothwendig wäre; ich weiß, daß wir die Paſtorin beläſtigen würden, wenn wir oft kommen; Sie aber wiſſen, daß Sie uns ſtets willkommen ſind. Man lernt in den Urwäldern die Gaſtfreundſchaft, Herr Schwager, und das iſt wenig⸗ ſtens eine Tugend, die wir von dort mit hergebracht haben in dieſe Welt. Wollen Sie erlauben, daß mein Marco hinunterreite in das Pfarrhaus und die Damen und den Sohn bitte, hierherzukommen und heute mit uns vereint zu bleiben.

Bedaure, erwiderte der Paſtor achſelzuckend, wir haben ſelber heute einen Gaſt zum Mittagsmahl, einen jungen frommen Geiſtlichen, der auf dem Schloſſe der Gräfin von Liebetraut bis jetzo als Hauslehrer thätig wirkte und jetzt, da er dieſen Poſten verläßt, zum Ab⸗ ſchied zu uns geladen iſt..

Ah, der würdige Candidatus Johannes Streber, ſagte der Baron lächelnd.Ich geſtehe Dir, mein Bruder, daß das ein Gaſt iſt, um den ich Dich nicht beneide.