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Aber nun auf einmal geht ein Rauſchen und Murmeln durch den ganzen Saal, und es flüſtern die beſehligten Lippen der Frauen, und es murmeln die ehrfurchtsvollen Lippen der Männer: Er kommt! Er iſt da!
Eine große ſchlanke Geſtalt im lang wallenden ſchwarzen Gewande tritt jetzt durch die Thür herein, neben welcher die drei Frauen, die drei Seelenbräute ſtehen mit weit geöffneten Armen, mit ſelig ſtrahlen⸗ dem Angeſicht. Er neigt ſich zu ihnen und küßt jede von ihnen mit dem ſeraphiſchen Kuß, mit dem Kuſſe, der nichts an ſich hat von weltlicher Luſt und welt⸗ licher Liebe, der wie Blumengeſäuſel hinſtreift über
die Lippen und eine Verkündigung des heiligen Se⸗
raph iſt.
Dann neigte er ſich zu den andern Frauen hin und grüßt ſie mit der Hand und ſchreitet nun vorwärts, ſtolz, hoch aufgerichtet. Wie ein Gott, dünkt es den Frauen, wallt er dahin, wie ein Gott der Liebe, der Schönheit und der ewigen Jugend! Mit dieſer Schön⸗ heit, die ſo voll männlicher Kraft und edler Würde iſt, hat er die Herzen aller Frauen beſiegt, und mit der Stimme, die ſo weich und lind iſt, hat er ſelbſt die Herzen der Männer bezaubert. Langſam wallt er dahin durch die Reihen der Gläubigen, die tief geneigt


