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durch die geſchmückten Säle, und Grafenkronen ſtrah⸗ len von ihren Stirnen; ſelbſt Fürſtinnen zählen ſie in ihren Reihen. Aber hier ſind ſie Alle auch nur Dienerinnen ihres Herrn, freudig bereit, ihm zu gehor⸗ chen, als Mägde ihm zu dienen mit ihrem Leben, ihrem Gut und Blut.
Drei Frauen ſitzen außerhalb der Galerie, abge⸗ ſondert von den anderen; auf ſchlichten ungepolſterten Holzſchemeln ſitzen ſie da, dicht neben der kleinen,
braunen, getäfelten Thür, die Hände gefaltet, hinſchau⸗ end nach der Thür, durch welche das Heil ihnen kom⸗ men ſoll.
Dieſe drei Frauen ſind die Seelenbräute des „erhabenen Menſchen“ in dem Gott ſich offenbart hat ſeinen Anhängern. Die erſte von ihnen, die kleine unſcheinbare Geſtalt mit dem ruhigen, gleichmüthigen Geſicht, das iſt die weltliche Frau, die vom weltlichen Prieſter ihm angetraute, das iſt, wie Ebel ſagt„die Umfaſſung.“
Neben ihr ſitzt eine noch anmuthige, jugendliche Geſtalt mit ſanftem Antlitz, mit demüthiger Miene; nur in den großen blauen Augen ein ſchwärmeriſches Feuer, das iſt Emilie von Schröter, die zweite Auser⸗ korene, die„Seelenbraut“ Ebel's, die er benennt die
„Finſternißnatur.“
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