Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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Aufgeregtheit dieſer vier Herren betrachte, als das kühne Gebahren eines Mannes, der zu lange in den Urwäldern und der Wildniß gelebt hat, um noch er⸗ meſſen zu können, was ſich ziemt einem Könige gegen⸗ über. Laſſen Sie es ſich geſagt ſein, Herr Baron von Schwing, Sie und Ihr Herr Sohn, daß ich dies Be⸗ tragen im höchſten Grade mißbillige, und daß ich über⸗ zeugt bin, es ſei nur Ihren Verführungskünſten ge⸗ lungen, auch die anderen Herren zu verleiten. Sie ſagen, mein in Gott ruhender Vater habe ſeinem

Lande Verſprechungen gegeben, die er nicht erfüllt hat.

Ich widerſpreche dieſer Behauptung. Ich ſehe Wohl⸗ ſtand in allen meinen Staaten, Glück ſtrahlt von allen Geſichtern, reich iſt mein Volk durch die Gnade ſeines Königs, und nichts gibt es, was es entbehrt. Ich habe meinem Volke gelobt, ihm ein treuer Vater und Brotherr zu ſein, und ich will das thun. Und gerade weil ich das will, kann ich nicht auf Ihr hochmüthi⸗ ges Gehahren eingehen. Ich gebe dem Volke, was des Volkes iſt, ſo mag mein Volk dem Könige nun auch geben, was des Königs iſt: Treue, Gehorſam, Unter⸗ würfigkeit! Gehen Sie, meine Herren, ich will Ihr Verlangen nicht gehört haben. Ich will Sie nicht als die Vertreter meiner Stände betrachten. Den Privat⸗ leuten ſage ich aber, daß ſie ſich nie wieder mit ähn⸗