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„Zweiundzwanzig Jahre, Majeſtät.“
„Wie, ſo jung und ſtehen ſchon als der Abge⸗ ordnete der Stände hier?“ fragte der König haſtig.
„Nur als der Begleiter meines Vaters, Majeſtät.“
„Ich habe meinen Sohn ſeit zwei Jahren mündig
erklären laſſen“, ſagte der Baron ruhig.„Man wird
dort drüben in den Freiſtaaten früher ein Mann wie hier, und als ich meinem Sohne zwei meiner Güter übergab, ließ ich ihn majorenn erklären. Das macht ihn zugleich zum Landſtand und als ſolcher hat er die Ehre, mit mir vor Eurer Majeſtät zu ſtehen.“
„Und nun, meine Herren, ans Werk“, ſagte der König, indem er wieder an den DTiſch zurücktrat und halb auf die Platte deſſelben ſich ſetzend, die Hände aufſtützte.„Herr Sprecher Ihrer Deputation, laſſen Sie mich jetzt Ihre Adreſſe vernehmen.“
Der Baron verneigte ſich und indem er ein gro⸗
ßes zuſammengefaltetes Papier aus ſeiner Bruſttaſche
hervorzog, faltete er es langſam auseinander und be⸗ gann mit lauter Stimme dann zu leſen:„Wir, die vereinigten Stände der Provinz Preußen, wir erlau⸗ ben uns an Se. Majeſtät, unſeren gnädigen und gü⸗ tigen Herrn und König, eine ergebene und ehrfurchts⸗ volle Bitte zu richten. Wir wagen es, Allerhöchſtden⸗ ſelben zu erinnern, daß Se. Majeſtät, der König


