Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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mich intereſſirt dieſe Geſchichte ungemein, ſprechen Sie weiter! Ich bitte, glaubte man wirklich an die Schuld Ihres Vaters?

Vergebung, Majeſtät, daß ich das Wort zu wie⸗ derholen wage, er war mißliebig und man gab ſich den Anſchein, ihn für ſchuldig zu halten. Ich ſtand damals als Hauptmann bei der Garde, und meine Kameraden wagten es auf der Parade, ſo laut, daß ich es hören mußte, die Geſchichte meines Vaters zu erzählen und ihn einen Dieb zu ſchelten. Ich forderte den, der es gewagt, meinen Vater alſo zu verleumden. Am nächſten Morgen fand das Duell ſtatt.

Jetzt wird mir Alles klar, jetzt tauchen die Erin⸗ nerungen wieder in mir auf. Ja, ja, es war ein junger Baron von Schwing, welcher ein Duell hatte mit einem nahen Anverwandten des Fürſten Harden⸗ berg und ihn tödtete, nicht wahr?

Ja, Majeſtät, ich tödtete den Verleumder meines Vaters, erwiderte der Baron mit ſtolzer Ruhe.Ich geſtehe Eurer Majeſtät, daß ich noch jetzt deßhalb keine Reue empfinde. Ich konnte nicht anders handeln. Er

oder ich. Gott wollte, daß er ſeinen böſen, verleum⸗

deriſchen Mund auf immer ſchloß. Und was geſchah weiter? Man arretirts Sie? Ja, Majeſtät. Und gerade um dieſe Zeit hatte