164
die Zukunft nicht überlegt!“ rief der Paſtor.„Du ſchadeſt durch das, was Du vorhaſt, nicht blos Dir, denn die Gnade des Königs wird ſich für immer von Dir abwenden, ſondern Du ſchadeſt auch Deiner gan⸗ zen Familie, Deinem Sohne.“
„Meinem Sohne?“ ſagte der Baron ruhig;„er ſelbſt iſt anweſend, er ſelbſt gehört zu der Deputation; die Stände haben ihn dazu gewählt.“
„Ja, ſie haben ihn dazu erwählt; ſie ſind klug genug geweſen, ſich zurückzuziehen und Euch Beide an die Spitze zu ſtellen“, rief der Paſtor mit einem ſpöt⸗ tiſchen Lachen,„damit die Hälfte des ganzen Unheils auf Euch falle, und die beiden anderen Herren, die mit Euch gehen, ſind auch ſchon als Rebellen und Abgefallene bekannt.“
„Es ſind nahe Verwandte des Oberpräſidenten Herrn von Schön, und ich ſage Dir, mein Bruder, es geſchieht nicht ohne die Zuſtimmung dieſes edlen und tapfern Mannes, daß wir überhaupt dieſen Schritt gethan. Laß alſo nun ab; mich bekehrſt Du nicht zu Deinen heiligen, frommen Anſichten!“
„Nun denn, Du willſt es“, ſagte der Paſtor, in⸗ dem er von der Thür, welcher ſein Bruder ſich näherte, zurücktrat.„So ſei es denn; doch ich ſage Dir, wenn Du hingehſt, um ſolche Dinge von dem Könige zu ver⸗


