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ſtellen vor dem Thron Sr. Majeſtät als ein Rebell, ein Abtrünniger, ein Aufrührer?“
„Still“, unterbrach ihn ſein Bruder mit hoheits⸗ vollem Weſen.„Ich bitte Dich, laß es gut ſein, mein Bruder! Wir zwei ſind in unſerer Denkungsart ſo verſchieden, daß es nicht gut iſt, die Dinge zu berüh⸗ ren, die trennend zwiſchen uns liegen. Laſſe ſie alſo unberührt. Du dienſt Deinem Gotte und ich meiner Ueberzeugung, und mit dieſer gehe ich jetzt allerdings hinauf mit meinem Sohne in das Schloß!“
Die Thür ward eben wieder geöffnet und der eintretende Diener meldete, daß die beiden Herren De⸗ putirten eben angelangt ſeien, um die Herren abzu⸗ holen nach dem Schloß.
„Mein Bruder“, rief der Paſtor mit faſt leiden⸗ ſchaftlicher Geberde,„mein Bruder, ich beſchwöre Dich, jetzt, da es noch Zeit iſt, jetzt, in dieſer letzten Stunde, da das Unheil noch keine Gewalt hat über Dich, im Namen Gottes und der Treue, die wir unſerem Lan⸗ desherrn ſchuldig ſind, laß ab von Deinem unheiligen Werk und gehe nicht ins Schloß, um Dich darzuſtellen als einen Rebellen.“
„Ich ſagte Dir ſchon, mein Bruder, laß es ge⸗ nug ſein“, erwiderte der Baron ſtolz.
„Aber Du bedenkſt nicht, was Du thuſt, Du haſt 11*


