ſind gut unterrichtet; wir begeben uns ſoeben in das Schloß zum König.“
„Und iſt es auch wahr“, fragte der Paſtor mit erhobener Stimme,„iſt es auch wahr, daß mein Bru⸗ der, der Baron von Schwing, deſſen Familie ſeit un⸗ denklichen Zeiten bekannt iſt als treu ergeben dem erlauchten Königshauſe— iſt es auch wahr, daß mein Bruder mit ſeinem Sohn und den anderen zwei Herren ſich in das Schloß begibt, um von Sr. Majeſtät dem erhabenen König Dinge zu verlangen, welche er in ſeiner Gnade nicht freiwillig gewähren will?“
„Erlaube, daß ich Deine blumige Rede von ibren ſchönen Blumen entkleide und ſie nüchtern darſtelle“, ſagte der Baron.„Wenn man Dir geſagt hat, daß ich als Mitglied einer Deputation, zu der auch mein Sohn gehört, mich in das Schloß begebe, um im Na⸗ men der Stände Sr. Majeſtät eine Denkſchrift zu überreichen, in welcher wir nachſuchen, uns eine ſtän⸗ diſche Verfaſſung zu verleihen, ſo hat man Dir die Wahrheit gekündet.“
„Die Wahrheit!“ rief der Paſtor, die Hände zu⸗ ſammenſchlagend mit einem frommen Aufſchlag ſeiner großen blauen Augen.„Die Wahrheit, und das ſagſt Du ſo ruhig, mein Bruder? Du willſt Dich dar⸗


