Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
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24 Freund, es wird Ihnen nicht gelingen, erwiderte der Kaiſer ſeufzend.Wir wollen unſere Pflicht thun, unſere Pflicht gegen unſere Unterthanen, aber auch zugleich gegen unſere Familie, gegen unſere Ahnen und gegen unſere Kinder die uns einſt folgen werden. Sie freilich,

mein theurer Bruder, Sie haben eine viel leichtere Aufgabe,

als wie ſie das Schickſal mir zuertheilte. Sie können ſich begnügen, zu erhalten und zu befeſtigen; Sie haben nicht nöthig, wie es ja auch Ihr edler Vater ſagt, Neues zu ſchaffen. Im Erhalten liegt bei Ihnen die Sicherung der geordneten Zuſtände. Mir hat das Schickſal eine andere Aufgabe geſtellt. Ich muß ſchaffen, muß Neues begründen, muß mein Volk erheben! Bis zu meiner Zeit waren die Beherr⸗ ſcher meines Landes keine Ruſſen, ſie waren Ausländer und fühlten ſich als ſolche. Mein Vorgänger und ge⸗ liebter Bruder war ein edler, hochherziger Mann, ein großer Kaiſer von Rußland, aber er war kein echter, ruſſiſcher Kaiſer, wie es einſt Peter der Große geweſen. In ſeine Fußſtapfen bin ich ge⸗ treten, ein ruſſiſcher Kaiſer will ich ſein! Das Fremdländiſche will ich verbannen, das Heimathliche erheben! Meine Ruſſen ſollen meine Beamten ſein, keine Fremden! Meine Ruſſen ſollen Gelehrte werden und Künſtler. Das iſt meine Aufgabe, und darum

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