Teil eines Werkes 
1. Band (1873)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

geſchrieben:Hüte Dich jedoch vor der ſo allgemein um ſich greifenden Neuerungsſucht; hüte Dich vor un⸗ praktiſchen Theorien, deren ſo unzählige jetzt im Um⸗ ſchwunge ſind; hüte dich aber auch zugleich vor einer faſt ebenſo ſchädlichen, zu weit getriebenen Vorliebe für das Alte. Denn nur dann, wenn du dieſe beiden Klippen zu vermeiden verſtehſt, nur dann ſind wahr⸗ haft nützliche Verbeſſerungen gerathen.

Sie deuten mit ihrer verſtändnißvollen Hand ge⸗ rade auf dieſe Stelle hin, welche mir, ich leugne es nicht, eine Wunde geſchlagen hat, ſagte der König ſeufzend.Mein erhabener Vater räth mir, nicht vor⸗ wärts zu gehen und nicht zurückzuſchreiten, das heißt mit anderen Worten: ſtehen zu bleiben. Und doch iſt der Stillſtand immer kein Vorwärtsſchreiten und wird leicht zum Rückwärtsſchreiten, welches vom Uebel iſt. Aber doch, fuhr der König haſtiger fort, indem er weiterhin auf eine andere Stelle des Papiers deutete, aber doch, im Stillſtehen und Beharren räth mir der König auch zum Vorwärtsſchreiten. Sehen Sie da: Verabſäume nicht, die Eintracht unter den europäiſchen Mächten, ſo viel in deinen Kräften, zu fördern! vor Allem möge Preußen ſich hüten, Rußland und Oeſter⸗ reich von einander zu trennen, ihr Zuſammenhalten

Sehen Sie da, mein theurer Bruder, da ſteht es⸗

9