Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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und der, welcher dieſe Hallen gebaut, der Kaiſer Na⸗ poleon ruhte jetzt unter einer Trauerweide auf einer öden Inſel mitten im Meer, und der, welcher ihn vertrieben, nahm die Stelle ein, welche einſt dem Sarge des Kaiſers beſtimmt geweſen!

Dieſe ſchweigenden und öden Hallen durchwan⸗ dernd, erinnerte ſich Hortenſe jenes Tages, wo ſie mit dem Kaiſer hierher gekommen, um den Bau der Kirche zu beſichtigen. Damals war ſie krank und leidend geweſen, und mit vollſter Ueberzeugung hatte ſie zu ihrer Mutter geſagt: ſie, die unglückliche Kö⸗ nigin Hortenſe, werde die Erſte ſein, welche man in der Gruft von St. Denis bettete. Jetzt nach ſo vie⸗ len Jahren ſtieg ſie lebend in dieſelbe hinunter, und hatte kaum das Recht, ſie zu beſuchen.

Aber es gab noch eine andere Grabſtätte, ein anderes Monument ihrer Erinnerungen, vor welchem Hortenſe beten gehen mußte. Das war das Grab der Kaiſerin Joſephine in der Kirche von Ruelle.

Ach, mit welchen Empfindungen betrat ſie dieſen Ort, knieete ſie nieder an dem Grabeshügel! Von Allem, was Joſephine geliebt, war nichts mehr übrig geblieben, als Hortenſe und ihr Sohn, ein verein⸗ ſamtes Paar, das ſelbſt nur heimlich den Ort be⸗ ſuchen durfte, wo Hortenſens Mutter ruhte. Die Menge von Blumen, welche das Monument ſchmück⸗ ten, war indeß ein Beweis, daß Joſephine wenig⸗ ſtens inmitten von Freunden ruhte, denen ihr An⸗ denken immer noch heilig geblieben, und das war immer doch ein Troſt für die vereinſamte Kaiſers⸗ Tochter.

Von Ruelle und ſeinem heiligen Grabe pilgerten ſie weiter nach Malmaiſon. Dies Schloß vor allen Dingen wollte Hortenſe ihrem Sohn zeigen! Von maiſon aus hatte der Kaiſer Frankreich für immer