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fragen; dann wieder ſprach ſie in den Dörfern mit den Bauern, und unterhielt ſich mit ihnen von ihrem Acker, und von den Hoffnungen, welche ſie auf eine glückliche Ernte hegten. Der naive, geſunde und kräftige Sinn des Volks entzückte ſie, und mit dem lächelnden Stolz einer glücklichen Mutter zeigte ſie ihrem Sohn dieſe große, ſchöne Familie, dieſes fran⸗ zöſiſche Volk, dem auch ſie Beide, obwohl verbannt und verſtoßen, immer doch angehörten!
In Chantilly zeigte ſie dem Prinzen das Schloß des Prinzen Condé. Die Waldungen, welche in der Nähe deſſelben lagen, hatten einſt der Königin ge⸗ hört, oder vielmehr, ſie waren ein Theil der Appa⸗ nage geweſen, welche der Kaiſer ſeit der Vereinigung
Louis Napoleon ausgeſetzt hatte.— Hortenſe ſelb
daher das Schloß beſuchen, ohne befürchten zu müſ⸗ ſen gekannt zu werden.
Den Führer, welcher ihnen das Schloß und den Garten gezeigt, fragten ſie, wer wohl früher der Be⸗ ſitzer der großen Wälder von Chantilly geweſen?
„Die Stieftochter des Kaiſers Napoleon, die Kö⸗
nigin Hortenſe,“ ſagte der Mann mit vollkommener Gleichgültigkeit.„Man hat hier noch lange von ihr geſprochen; man ſagte immer, daß ſie verkleidet im Lande herumſtreife. Aber ſeit einigen Jahren hört man nichts mehr von ihr; ich weiß nicht, was aus ihr geworden iſt.“
„Gewiß iſt ſie geſtorben, die arme Königin,“ ſagte
enſe mit einem ſo ſanften, wehmüthigen Lächeln,
da Sohn erbleichte, und ſeine Augen ſich mit Thränen füllten.
„ Chantilly wanderten ſie weiter nach Erme⸗
und Morfontaine, denn Hortenſe wollte ihrem
Hollands mit Frankreich für ihren zweiten Sohn
war niemals in dieſer Gegend geweſen, und ſie durfte
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