Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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War das Project einer Landung in England ernſthaft gemeint? Oder wollte der Kaiſer nur durch dieſe ungeheuren Vorbereitungen die Aufmerkſamkeit von anders wo ablenken, und auf dieſen Punkt fixi⸗ ren? Das iſt für mich noch heute eine Frage, die ich nicht zu beantworten wage; hier, wie überall, berichte ich nur, was ich geſehen habe.

Die Marſchallin Ney gab mir ein glänzendes Feſt in Montreuil, wo ihr Mann commandirte.

Der Vormittag ward dazu verwandt, die Truppen vor mir mamweupriren zu laſſen; am Abend fand ein Ball ſtatt. Aber plötzlich ward dieſer unterbrochen durch die Nachricht, der Kaiſer habe ſich ſo eben ein⸗ geſchifft.

Eine Menge junger Offiziere, die bei dieſem Feſte zugegen geweſen, ſtürzten ſich auf den Weg nach Boulogne, den ich gleich ihnen mit Vltesſchmale zurücklegte, immer escortirt von dem General D france, der vor Ungeduld brannte, wieder an der Seite des Kaiſers zu ſein. Ich ſelbſt empfand eine unausſprechliche Bewegung bei der Idee, daß eine ſo große Weltbegebenheit unter meinen Augen ſtatthaben ſolle. Ich ſtellte mir vor, wie ich vom Thurm neben dem Zelt des Kaiſers der Schkächt zuſchauen, wie ich unſere Flotte vordringen und in den Wellen verſin⸗ ken ſehen würde. Ich ſchauderte ſchon im Voraus.

Endlich kam ich an; ich fragte nach dem Kaiſer, und erfuhr, daß er allerdings der Einſchiffung aller ſeiner Truppen während der Nacht beigewohnt habe, aber daß er ſo eben in ſeine Villa zurückgekehrt ſei.

Ich ſah ihn erſt beim Diner, wo er den Prin⸗ zen Joſeph, der damals Colonel eines Regimentes war, befragte, ob er an dieſe falſche Einſchiffung ge⸗ glaubt habe, und welchen Effect ſie unter den Sol⸗ daten gemacht habe?