Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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das Herz deſſelben in einen Bleikaſten eingehüllt, dem älteſten Soldaten des Regiments anvertraut, und an⸗ befohlen, daß ſein Name jedes Mal beim Appell mit aufgerufen werde, als ob er zugegen ſei. Derjenige, welcher das Herz trug, antwortete:Geſtorben auf dem Felde der Ehre.

Eines Tages gab man mir im Lager von Am⸗ bleteuſe ein Déjeuner. Ich wünſchte mich zu Waſſer

dahin zu begeben, und trotz des widrigen Windes führte der Admiral mich hin. Ich ſah die Englän⸗ der, und wir kamen ſo nahe an ihnen vorüber, daß ſie mit Leichtigkeit ſich unſerer Nacht hätten bemächti⸗ gen können. Ich beſuchte auch die vom Admiral Verſuell commandirten Holländer.*) Sie empfingen mich mit den größtenHurrahs, ebenſo wenig als ich ſelber ahnend, daß ich kaum ein Jahr ſpäter ihre Königin ſein würde.

Ein anderes Mal fing der Kaiſer einen kleinen Krieg an; die Engländer, welche ſich von dem Anblick ſo vieler Truppen, die ſich ihnen gegenüber zuſam⸗ mengezogen, bennruhigt fühlten, näherten ſich im⸗ mer mehr unſerer Küſte, und feuerten ſogar einige Kanonenſchüſſe auf uns; der Kaiſer befand ſich an der Spitze ſeiner franzöſiſchen Colonnen, als dieſe die Schüſſe erwiederten, und er war jetz tzwiſchen zwei Feuern. Da wir ihm gefolgt waren, mußten wir jetzt auch neben ihm bleiben. Mein Sohn zeigte ſenen Tapferkeit. Da er alle ihm vielſach angebotenen Avance⸗ ments und Ehren immer wieder ablehnte, ernannte ihn Napoleon zum erſten Grenadier der Armee. Er fiel in dem Gefecht bei Neuburg, und dort ließ ihm der Bicekönig von Italien, Eugene Beauharnais, nach dem Frieden ein Denkmal errichten.

*)] Die Holländer hatten, um den ihnen angewieſenen Hafen von Ambleteuſe erreichen zu können, erſt einen Kampf gegen

die engliſche Flotille beſtanden, der ihnen zur größten Ehre gereichte. 3