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Hortenſe trat in das Gemach und kehrte bald mit einem in rothem Sammet gebundenen Buch auf den Balcon zurück. Oft in den ſtillen Tagen von Are⸗ nenberg hatte der Prinz ſie an dieſem Buche ſchrei⸗ ben ſehen, aber niemals hatte Hortenſe ſeinen Bitten gewillfahrt, und ihm Mittheilungen gemacht aus ihren Memoiren. Heute wollte ſie ihm ungebeten daraus ein ſchönes und glänzendes Bild entrollen. Der öden und traurigen Gegenwart gegenüber wollte ſie ihm die ſtrahlende und glanzvolle Vergangenheit zeichnen, vielleicht nur, um ihn zu zerſtreuen, viel⸗ leicht, um ihn zu tröſten mit der Hoffnung, daß Alles, was iſt, vergeht, daß alſo auch die Gegenwart wieder verſinken, und das, was einſt geweſen, für ihn, den Erben des Kaiſers wieder Wirklichkeit wer⸗ den könne..
Sie ſetzte ſich neben ihren Sohn auf den kleinen Divan, der den Balcon einnahm, und ihr Heft ent⸗ faltend, las ſie..
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Fragment aus den Memoiren der Rönigin Hortenſe.
„Der Kaiſer war aus Italien zurückgekehrt. Die ſchöne Ceremonie der Vertheilung der Kreuze der Ehrenlegion hatte vor ſeiner Abreiſe ſtattgefunden, und ich hatte derſelben beigewohnt:; jetzt begab ſich der Laiſer nach Boulogne, um an ſeinem Geburtstage eine zweite Vertheilung des Ordens bei der Armee zu machen. Er hatte meinen Gemahl zum General der


