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und den Herzog von Bordeaux.„Aber,“ fügten ſie hinzu,„der erſte Conſul könnte leicht damit endigen, ſich zum Kaiſer zu machen, und die beiden anderen zu verdrängen!“
Hortenſe fand den Muth, dieſes Scherzwort mit einem Lächeln zu beantworten, aber ſie beeilte ſich mit dem Prinzen von dannen zu gehen, und ſich von dieſem Paar zu entfernen, das ſie vielleicht erkannt und nicht ohne Abſicht ihnen dieſes Bonmot erzählt
haben mochte.
Traurig und ſchweigſam kehrten Mutter und Sohn
in ihr Höôtel zurück, das, nahe am Ufer gelegen, ihnen
die Ausſicht auf das rauſchende, ſchäumende Meer und die hohe Säule des Kaiſerreichs gewährte. Sie traten Beide hinaus auf den Balcon. Es
war ein wundervoller Abend, die Sonne neigte ſich
zum Untergange und warf ihre purpurnen⸗ Gluthen über das Meer hin, daß es hier wie Morgenroth aufleuchtete, dort in tiefe Schatten ſich verſenkte. Murmelnd und in melodiſchem Tact rauſchten die ſchaumgeſäumten Wogen an das Ufer; die hohe Säule dort drüben ſtieg in den Gluthen der Abendſonne wie eine Feuerſäule zum Himmel empor. Eine Feuer⸗ ſäule der Erinnerungen!
Hortenſe, welche lange ſchweigend bald die Säule, bald das Meer angeſchaut hatte, wandte ſich jetzt mit einem milden Lächeln an ihren Sohn.
„Laß uns hier unſeren Erinnerungen einen Got⸗ tesdienſt halten,“ ſagte ſie.„Dieſem rauſchenden Meer, dieſer ſtolzen Säule gegenüber will ich Dir ein Bild aus der Vergangenheit zeigen. Willſt Du's
ehen?“ Louis Napoleon nickte ſchweigend, die Augen unverwandt hinüber gerichtet nach der Säule des Kaiſers. 3


