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ſtauration hatte man ſie mit dem Namen Ludwigs des Achtzehnten bezeichnet.
In Begleitung des Prinzen beſtieg die Herzogin von St. Leu dieſe Säule, um ihm von der Höhe derſelben das ſchöne, blühende Frankreich zu zeigen, welches einſt ihr eigen geweſen, und welches ſie jetzt mit verhülltem Haupt, unter einem erborgten Namen durchſchleichen ſollten. Von dort oben zeigte ſie ihm die verſchiedenen Lager bei jenem großen Manoeuvre, die Stelle, wo das Zelt des Kaiſers, dann die Stelle, wo ſein Thron geſtanden, und wo er zum erſten Male die Kreuze der Ehrenlegion unter die Armee vertheilt hatte.
Louis Napoleon hörte ſeiner Mutter mit glühen⸗ den Wangen, in athemloſer Aufmerkſamkeit zu. Hor⸗ tenſe, in Erinnerungen vertieft, hatte gar nicht be⸗ merkt, daß noch andere Beſucher auf die Plattform der Säule gekommen waren, ein Herr und eine Dame, welche einen Theil ihrer Worte gehört hatten. Als die Herzogin jetzt ſchwieg, näherten ſie ſich ihr, um ihr zu ſagen, mit welchem tiefen Intereſſe ſie ihrer Schilderung der glorwürdigſten und herrlichſten Zeit Frankreichs zugehört hatten. Es war ein junges Ehepaar, welches aus Paris kam und viel zu er⸗ zählen wußte von den Parteien, welche Frankreich zerklüfteten, und ſeine Zukunft ungewiß und nebel⸗ haft machten.
Zum Dank dafür, daß Hortenſe ihnen ſo beredt die große Vergangenheit geſchildert, erzählten ſie ihr ein Bonmot aus der Gegenwart, das eben in den Salons von Paris circulirte. Man ſagte dort, das beſte Mittel, um alle Welt und alle Parteien zu be⸗ friedigen, würde ſein, daß man Frankreich in eine Republik verwandelte, und ihm drei Conſuln gebe, den Herzog von Reichſtadt, den Herzog von Orleans 12*


