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Abſichten und Geſinnungen zu verbergen wußte.— Gerade auf das Ziel losgehend, begann er ſogleich von dem, was der Herzogin ohne Zweifel am mei⸗ ſten am Herzen liegen mußte,— von dem Verban⸗ nungsdecret.
„ Ich kenne,“ ſagte der König,„alle Schmerzen des Exils, und es liegt nicht an mir, daß die Ihri⸗ gen nicht ſchon gelindert ſind.“— Er verſicherte ihr, daß dieſes, die Familie Bonaparte betreffende Ver⸗ bannungsdecret wie ein Stein ſein Herz belaſte, er ging ſogar ſo weit, ſich wegen deſſelben zu entſchul⸗ digen, indem er ſagte: das gegen die Kaiſerliche Fa⸗ milie ausgeſprochene Exil ſei nur ein Artikel deſſel⸗ ben Geſetzes, welches die Conventionellen niederge⸗ ſchmettert, und deſſen Erneuerung das Land mit Ungeſtüm verlangt habe! So habe es geſchienen, als ſei er es, welcher ein neues Verbannungsurtheil ausgeſprochen, während er nur ein ſchon unter dem Conſulat Napoleons beſtehendes Geſetz erneuert habe. „Aber,“ fügte der König mit freudigem Stolz hinzu, „die Zeit iſt nicht mehr fern, wo es keine Exilirten mehr geben wird, ich will deren keine unter meiner Regierung!“
Dann, gleichſam um die Herzogin daran zu er⸗ innern, daß es zu allen Zeiten, auch unter der Re⸗ publik, dem Conſulat und dem Königreich, Verbannte und Verbannungsdecrete gegeben, erzählte er ihr von ſeinem eignen Exil, von der dürftigen und demü⸗ thigen Lage, in welcher er ſich befunden, die ihn da⸗ hin gebracht, ſich als Lehrer zu verdingen, und für ein geringes Honorar Unterricht zu ertheilen.
Die Herzogin hatte ihm mit einem feinen Lächeln zugehört, und erwiederte dem König, daß ſie die Ge⸗ ſchichte ſeines Exils kenne, und daß ſie ihm zum Ruhm gereiche.
Königin Hortenſe. II. 11


