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hundert Tagen des Kaiſerreichs von 1815 ſeiner Mutter, der Herzogin von Orleans Penthièvre, von dem Kaiſer die Erlaubniß ausgewirkt, in Paris zu bleiben, und ihr von dem Kaiſer eine Penſion von 200,000 Franes Renten verſchafft hatte; daß Hor⸗ tenſe es geweſen, welche der Tante des jetzigen Kö⸗ nigs, der Herzogin von Orleans Bourbon, dieſelben Dienſte geleiſtet. Damals in der Freude über eine geſicherte und glänzende Exiſtenz hatten dieſe beiden Damen die zärtlichſten Briefe voll Liebe und Erge⸗ benheit an die Herzogin geſchrieben, damals hatten ſie Hortenſe ihrer ewigen unvergänglichen Dankbar⸗ keit verſichert.*)— Vielleicht erinnerte ſich Louis Philipp darau, und wollte jetzt vergelten, was Hor⸗ tenſe damals für ſeine Mutter und ſeine Tante gethan.
Er ließ Hortenſe um ihren Beſuch bitten, und am zweiten Tage ihres Aufenthalts in Paris führte Herr von Houdetot die Herzogin von St. Leu in die Tuilerieen, welche ſie einſt als junges Mädchen, als Stieftochter des Kaiſers, dann als die Königin von Holland, als Gemahlin des Bruders des Kaiſers bewohnt hatte, und welche ſie jetzt wieder ſah, eine arme Pilgerin, flüchtig, iamenlos, mit verhülltem Haupt, bittend um ein wenig Schutz, ein wenig Dul⸗ dung von Denen, welchen ſie einſt Schutz und Dul⸗ dung gewährt.
Louis Philipp empfing die Herzogin von St. Leu mit all der Feinbeit und Grazie, welche der„Bür⸗ ger⸗König“ ſo gut anzunehmen verſtand, und die von jeher ein Erbtheil ſeines Hauſes geweſen, mit all der glatten Freundlichkeit und anſchei ienden Treu⸗ herzigkeit, unter der er ſo gut ſeine eigentlichen
³) La reine Hortense: Voyage en Malie ete. p. 185 sedg.


