Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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habe, indem ich hieher kam; ich kenne die ganze Schwere dieſes Vergehens; Sie haben das Recht, mich verhaften zu laſſen, es wäre ganz gerecht, wenn Sie es thäten!“— Caſimir Perier ſchüttelte lang⸗ ſam ſein Haupt, und antwortete:„Gerecht, nein! Ge⸗ ſetzmäßig, jal*)“

VIII. Louis Philipp und die Hergogin von St. Leu.

Der Beſuch, welchen Caſimir Perier der Herzo⸗ gin gemacht, ſchien ihn überzeugt zu haben, daß die Befürchtungen, welche der König und ſein Miniſte⸗ rium gehegt, wirklich grundlos geweſen, daß die Stieftochter Napoleons nicht nach Frankreich gekom⸗ men, um zu intriguiren, und für den Herzog von Reichſtadt, oder für Louis Napoleon den noch immer ein wenig ſchwankenden und unſichern Thron von Frankreich zu beanſpruchen, ſondern, daß ſie nur in der Angſt ihrer Mutterliebe den Weg durch Frank⸗ reich gewählt, um ihren Sohn zu erretten.

Dieſer Ueberzeugung gemäß hielt Louis Philipp es jetzt nicht mehr für unmöglich, die Herzogin von St. Leu zu ſehen, ſondern ließ ſie um ihren Beſuch bitten. Vielleicht erinnerte der König, welcher ein ſo gutes Gedächtniß für Zahlen und Geldangelegen⸗ heiten beſaß, ſich daran, daß Hortenſe(damals noch Königin von Holland) es geweſen, welche in den

*) La reine Hortense: Voynge en lialie etc. p. 110.