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Aber ſie war doch wieder in Paris, wieder in der Heimath, und ſie weinte vor Freuden, wieder dieſe Straßen, dieſe Plätze zu ſehen, an die ſich alle Er⸗ innerungen ihrer Jungend knüpften!
Ein ſeltſamer Zufall wollte, daß die einſtige Kö⸗ nigin von Holland grade in dem„Hôtel von Hol⸗ land“ ihr Quartier nahm, und ſo gewiſſermaßen un⸗ ter der flatternden Fahne ihrer Vergangenheit ihren Einzug in Paris hielt. In dem kleinen Höôtel von Hol⸗ land nahm die Königin von Holland Beſitz von den Zimmern der erſten Etage, und dieſe boten ihr die Aus⸗ ſicht auf den Boulevard und die Säule der Place Vendéme.„Sagen Sie der Säule auf der Place Vendôme, daß ich ſterbe, weil ich ſie nicht umarmen kann,“ ſchrieb einſt der Herzog von Reichſtadt in das Album eines franzöſiſchen Edelmannes, dem es ge⸗ lungen war, trotz der wachſamen Späher, welche den Sohn des Kaiſers umgaben, ihm von ſeinem Vater und vom Kaiſerreich zu erzählen.— Dieſes Glück, welches der Sohn des Kaiſers vergeblich erſehnte, es ſollte jetzt mindeſtens dem Neffen des Kaiſers zu Theil werden!—
Louis Napoleon durfte es wagen, ſich zu zeigen, Niemand kannte ihn in Paris, Niemand konnte ihn alſo verrathen, er durfte hinunter gehen auf den Platz, er durfte zu der VBendéome⸗Säule hineilen, um in ſeinen Gedanken mindeſtens niederzuknieen vor dieſem Monument, das mit ſeinen ehernen Schriftzeichen den Ruhm und die Größe des Kaiſers verewigte!
Hortenſe blieb zurück, um vor allen Dingen einer heiligen Pflicht, welche, wie ſie vermeinte, ihre Ehre und ihre Würde ihr auferlegte, zu genügen.—
Sie wollte nicht heimlich, wie eine flüchtige Ver⸗ bre herin, in dieſem Paris ſich a ifhalten, welches jetzt durch den Willen des Volkes ſi.h einen neuen König,


