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Macht ihnen von dem Willen des Volkes kommt. Sie müſſen den Ausſpruch deſſelben immer aufs Neue von der Zuknnft erwarten, und ſich ihm immer unterwerfen und fügen.*)“
Lonis Napoleon beugte ſein Haupt und ſeufßzte. Er mußte ſich dem ausgeſprochenen Willen des Vol⸗ kes fügen, er mußte vorſichtig, unter einem erborg⸗ ten Namen ſich hineinſtehlen in das Land ſeiner Sehnſucht und ſeiner Träume, er mußte es ſorgſam verleugnen, daß er ein Franzoſe ſei, und ſeinen Na⸗ men und ſeinen Paß von der Nation entlehnen, welche ſeinen Oheim, einen zweiten Prometheus, an den Felſen geſchmiedet und ihn dort hatte ſterben laſſen! Aber er that es mit blutendem, trauervollem Herzen; er pilgerte an der Seite ſeiner Mutter, die tief verhüllt und verſchleiert neben ihm ging, von Ort zu Ort und ließ ſich überall von ihr die großen Erinnerungen der Vergangenheit erzählen. Und bei dieſen Erzählungen flammte ſeine Liebe, ſeine Begei⸗ ſterung für das ſo lang entbehrte, ſo lang erſehnte Vaterland höher auf. Der Anblick, die Luft dieſes Vaterlandes hatte ihn electriſirt, er hegte nur noch Einen Wunſch: in Frankreich zu bleiben, ihm zu dienen, wenn auch nur als gemeiner Soldat.
Eines Tages trat Louis Napoleon mit einem Brief in der Hand zu ſeiner Mutter ein, und bat ſie, denſelben zu leſen. Es war ein Schreiben an Louis Philippe, in welchem Louis Napoleon den Kö⸗ nig der Franzoſen bat, ihn aus ſeinem Exil zu er⸗ löſen, ihm zu geſtatten, daß er als Soldat in die franzöſiſche Armee eintrete.
Hortenſe las den Brief und ſchüttelte traurig ihr
„» ⁴) Der Herzoain eigene Worte. Siehe: La reine Hortense eu Italie, Suisse, France etc. p. 79. 1


