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eß ſich auf dieſe Steinbank niedergleiten und ſchlief ein.
So brachten ſie die Nacht zu. Hortenſe, die ein⸗ ſtige Königin, in einem halboffenen Wagen; Louis Napoleon, der jetzige Kaiſer von Frankreich, auf einer
Steinbank, die ihm als Lager diente!
VII. Die Pilgerſahrt.
Der Himmel hatte Mitleid mit der Angſt und Qual der unglücklichen Herzogin von St. Leu. Er erhörte das Gebet des geängſtigten Mutterherzens und ließ Mutter und Sohn glücklich allen den Gefahren
entrinnen, welche ſie in Italien auf jedem Schritt
bedrohten.
Bei Antibes überſchritten ſie glücklich und uner⸗
kannt die Grenze von Frankreich. Sie waren jetzt in ihrem Vaterlande, in dieſer belle Prance, die ſie auch in der Ferne, obwohl von ihr verlaſſen und aufgegeben, doch immer noch mit ſtolzer Freude ihre Mutter genannt, und der ſie die Treue und Liebe bewahrt hatten. Ein Todesurtheil bedrohte die Napoleoniden, wenn ſie es wagen ſollten, den franzöſiſchen Boden zu betreten. Aber was kümmerte das ſie! Weder Hortenſe, noch ihr Sohn dachten daran. Sie wußten nur, daß ſie in ihrem Vaterlande waren! Sie ath⸗ ieten mit Entzücken dieſe Luft ein, die ihnen ſchöner, reiner erſchien, als jede andere; ſie lauſchten mit herz⸗ klopfender Freude der Muſik dieſer ſchönen Sprache,


