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gegenüber, aber ein Zahnſchmerz und Geſchwulſt hatte ſie verhindert, mit von der Partie zu ſein.
Nach den erſten Complimenten und Begrüßungen ſchlug die Königin den Damen vor, ihren Park zu beſehen. Man placirte ſich auf den Polſtern des großen Char-à-banc der Königin, welcher hiſtoriſch geworden iſt durch die vielen berühmten und hohen Perſonen, welche eine nach der andern in demſelben ge⸗ fahren ſind. Nur der Kaiſer Napoleon gehört nicht zu dieſen, da er niemals St. Leu beſucht hat, aber außer ihm haben wenig Größen und Berühmtheiten darin gefehlt.
Da man nur im Schritt durch den Park und den Wald von Montmorency fuhr, ward die Converſation
wie im Salon fortgeſetzt, und der Aufwand des Gei⸗ ſtes nahm ſeinen Fortgang. Man bewunderte die ſchöne Gegend, die wie man ſagte, ein wenig an die Schweiz erinnerte. Sodann ſprach man von Italien. Die Königin, welche ein wenig zerſtreut da geſeſſen, und ſo viel Grund hatte traurig und in ſich gekehrt zu ſein, wandte ſich an Frau von Staöl mit der Frage:„Sie waren alſo in Italien?“
Frau von Staël war gleichſam erſtarrt vor Ent⸗ ſetzen, und alle die Herren brachen aus in den Ruf: „Und Corinna? Und Corinna?“
„Ach, das iſt wahr,“ ſagte die Königin verlegen, und wie aus ihren Träumen erwachend.
„Wie,“ fragte Herr von Conouville,„Ew. Ma⸗ jeſtät hat die Coriuna nicht geleſen?“
„Ja— Nein,“ ſagte die Königin mit ſichtbarer Verwirrung, gich werde ſie noch einmal leſen!“—
ud um eine Gemüthsbewegung, die ich allein ver⸗ ſtehen konnte, zu verbergen, gab ſie der Unterhaltung eine andere Wendung.
S ie hätte die Wahrheit ſagen und einfach erzäh


