Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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ſondern einzig deshalb, weil ſie die ſogenannte„kleine Kirche“ protegirte und ihr anhing. Die„kleine Kirche“ aber war eine von dem Oppoſitionsgeiſt des Faubourg St. Germain und einem Theil des katholiſchen Clerus geſchaffene Organiſation und ge⸗ hörte zu denjenigen Dingen der innern Angelegen⸗ heiten Frankreichs, welche dem Kaiſer am unange⸗ nehmſten und läſtigſten waren.

Die Königin Hortenſe hatte ſich der Madame Recamier und der Frau von Staöl mit großmüthig⸗ ſter Wärme angenommen. Beiden war ſie eine be⸗ redte Fürſprecherin geweſen, um ſie aus ihrem Exil zu erlöſen, und jetzt, da der Wechſel der Dinge ſie aus demſelben befreit hatte, kamen beide Damen, um der Königin ihren Dank zu ſagen für ihre Güte und Hochherzigkeit.

Fräulein von Cochelet hat dieſen Beſuch der Frau von Staöl ſo naiv geiſtreich und mit ſo eigenthüm⸗ lichen Localfarben geſchildert, daß es wohl geſtattet ſein mag, denſelben unverändert in wortgetreuer Ueberſetzung hier mitzutheilen.

V.

Frau von Staëls Beſuch bei der Rönigin Hortenſe.

„Frau von Staël und Madame Necamier,“ ſo erzählt Fräulein von Cochelet,„hatten die Königin um die Erlaubniß bitten laſſen, ſie beſuchen zu dür⸗ fen, um ihr zu danken. Die Königin lud ſie auf den andern Tag nach St. Leu ein.