Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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„Ah bah, geheiligt! Sind nicht alle Schulden de Staats geheiligt?“

„Ohne Zweifel, Sire, aber die unſere iſt von Umſtänden begleitet, die eine beſondere Sache für ſich daraus machen!“

„Eine beſondere Sache für ſich!“ rief der Kaiſer, aufſtehend, und der langen Unterredung müde.„Wel⸗ cher Gläubiger des Staats ſagt nicht daſſelbe von ſeiner Schuld? Uebrigens kenne ich Ihre Stellung meiner Regierung gegenüber nicht genau genug; das geht mich nichts an, und ich will mich nicht darein miſchen. Wenn die Geſetze für Sie ſind, wird die Sache von ſelbſt gehen; aber wenn es der Gunſt be⸗ darf, werde ich mich auch nicht darein miſchen, denn ich würde Ihnen eher ungünſtig, als günſtig ſein!“

„Sire. wagte Herr von Staöl noch einmal zu

beginnen, als der Kaiſer ſich ſchon der Thür näherte, um hinaus zu gehen,„Sire, mein Bruder und ich wünſchten ſo ſehr uns in Frankreich niederzulaſſen, aber wie könnten wir in eineem Lande leben, wo es meiner Mutter nicht erlaubt ſein würde, überall mit uns zu leben?“

Der K Haſſen wandte ſich, ſchon in der Thür ſtehend, haſtig zu ihm um.„Es liegt mir durchaus nichts an Ihrer Anſiedelung,“ ſagte er,„ich rathe Ihnen ſogar nicht dazu. Gehen Sie nach England! Dort liebt man die Genfer, die Nechthaber, die Salonpo⸗ litiker; gehen Sie dahin, denn ich ſage es Ihnen, in Frankreich würde ich eher gegen als für Sie ſein!*)

*) Bourienne. Vol. 8. p. 355 sedg.