Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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mag es wohl leiden, daß ein Sohn die Sache ſeiner Mutter vertheidigt! Ihre Mutter hat Ihnen eine ſehr ſchwierige Commiſſion gegeben, und Sie haben ſie mit vielem Geiſt ausgeführt. Es freut mich, mit Ihnen geplaudert zu haben, denn ich liebe die Jugend, wenn ſie einfach und nicht zu„raiſonneuſe“ iſt. Aber dennoch kann ich Ihnen keine falſchen Hoffnungen machen! Sie werden nichts erlangen! Wenn Ihre Mutter im Gefängniß ſäße, würde ich nicht anſtehen, Ihnen ihre Begnadigung zu bewilligen. Aber ſie iſt im Exil und nichts wird mich bewegen, ſie daraus zu⸗ rückzurufen.“

„Aber Sire, iſt man nicht eben ſo unglücklich fern vom Vaterland und ſeinen Freunden, als im Ge⸗ fängniß?“

„Ah, bah, das ſind Romanideen! Sie haben das von Ihrer Mutter ſagen hören! Sie iſt wahrhaftig ſehr zu beklagen. Mit Ausnahme von Paris hat ſie ganz Europa zu ihrem Gefängniß!“

„Aber Sire, in Paris ſind alle ihre Freunde!“

„Mit ihrem Geiſt wird ſie ſich überall deren neue erwerben!— Ich begreife überhaupt nicht, warum ſie ſo ſehr den Wunſch hat, in Paris zu ſein. Weshalb legt ſie ſo viel Werth darauf, ſich ſo in die unmittelbare Schußweite der Tyrannei zu begeben. Sie ſehen, ich ſpreche das entſcheidende Wort aus! In der That, ich begreife es nicht! Kann ſie nicht nach Rom, Berlin, Wien, Matlland oder London gehen! Ja wahrhaftig, ſie ſollte nach London gehen: dort kann ſie Libelle machen, wenn's ihr beliebt! Ueberall da werde ich ſie mit Vergnügen ungeſtört laſſen, aber Paris, das iſt meine Reſidenz, und da will ich nur Menſchen dulden, welche mich lieben! Möge man ſich das für geſagt halten! Ich weiß was geſchehen würde, wenn ich Ihre Mutter nach