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dienen. Sie im Verborgenen leben! Man würde ihr Viſiten machen, und ſie würde ſie erwiedern, ſie würde tauſend Thorheiten begehen, und tauſend Scherze machen, auf die ſie kein Gewicht legt, aber die mir läſtig ſind; meine Regierung iſt kein Scherz und ich nehme Alles gar ernſthaft; man ſoll das wiſſen, und Sie können es Jedermann ſagen!“
Herr von Staël hatte indeß immer noch den Muth, mit ſeinen Bitten fortzufahren; er ging ſogar ſo weit, in aller Demuth nach dem Grund des Un⸗ willens zu fragen, den der Kaiſer gegen Frau von Staël hegte. Er ſagte, man habe ihn verſichert, das letzte Werk des Herrn Necker habe beſonders das Mißfallen des Kaiſers erregt, und er glaube, daß Frau von Staél mit an demſelben gearbeitet habe. Dem ſei aber nicht ſo, er könne die heilige Ver⸗ ſicherung geben, daß ſeine Mutter ganz unbetheiligt bei demſelben ſei. Uebrigens laſſe ja auch Necker in dieſem Werk dem Genie des Kaiſers volle Gerechtig⸗ keit widerfahren.
„Ach, eine ſchöne Gerechtigkeit! Er nennt mich den„nothwendigen Mann.“— Den nothwendigen
Mann! und nach ſeinem Buch wäre doch das Erſte,
was man zu thun hätte, daß man dieſem nothwen⸗ digen Mann den Kopf abſchlüge! Ja, ich war noth⸗ wendig, um Alles wieder gut zu machen, was Ihr Großvater verſchuldet hat! Er iſt es, der die Monarchie
umgeſtürzt, und Ludwig XVI. auf das Schaffot ge⸗
bracht hat.“. 3 „Sire!“ rief der junge Mann tief bewegt,„Sie wiſſen alſo nicht, daß man die Güter meines Groß⸗
vaters confiscirt hat, weil er den König vertheidigte!
„Eine ſchöne Vertheidigung! Wenn ich einem Menſchen Gift gebe, und ihm dann, ſobald er im Todes⸗ 5 kampf liegt, ein Gegengift gebe, wollen Sie dann
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