Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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großmüthiger Gelaſſenheit der warmen Vertheidigung des Sohnes und Enkels zu.

Der junge Staöl ſchilderte dem Kaiſer die Sehn⸗ ſucht ſeiner Mutter nach ihrer Heimath, er ſagte ihm, wie traurig und unglücklich ſie ſich in ihrem Exil fühle.

„Ah bah,“ vief der Kaiſer,„Ihre Mutter iſt ex⸗ altirt. Ich ſage nicht, daß ſie eine böſe Frau iſt! Sie hat Geiſt, viel Geiſt, ja vielleicht zu viel, aber es iſt ein rückſichtsloſer, ſubordinationsloſer Geiſt. Sie iſt in dem Chaos einer zuſammenſtürzenden Monar⸗ chie und einer Revolution auferwachſen, und ſie hat Beide in ihrem Geiſt amalgamirt! Alles dies kann gefährlich werden; mit der Exaltation ihres Kopfes kann ſie Proſelyten machen: ich muß ſie bewachen; ſie liebt mich nicht. Es liegt im Intereſſe Derjeni⸗ gen, welche ſie compromittiren würde, daß ich ſie nicht nach Paris zurückkehren laſſe.— Geſetzt, ich erlaubte es ihr, ſo würden nicht ſechs Monate ver⸗ gehen, ohne daß ſie mich in die Nothwendigkeit ver⸗ ſetzte, ſie nach Bicètre zu ſchicken, oder ſie im Temple einzuſperren; das wäre mir aber ſehr unangenehm, denn es würde Aufſehen machen, und mir in der öffentlichen Meinung ſchaden. Sagen Sie Ihrer Mutter, daß mein Beſchluß unwiderruflich iſt. So lange ich lebe, wird ſie nicht nach Paris zurückkehren.“

Vergebens verſicherte Herr von Staël im Namen ſeiner Mutter, daß ſie es vermeiden würde, auch nur den geringſten Anlaß zum Aergerniß zu geben, daß ſie, einmal nach Paris zurückgekehrt, dort ganz ſtill und im Verborgenen leben würde.

„Ach ja! Ich kenne ſolche ſchöne Verſprechungen!“ rief der Kaiſer,„ich ſehe wo Sie hinaus wollen, aber ich wiederhole Ihnen, es kann nicht ſein. Sie würde dem ganzen Faubourg St. Germain als Fahne