Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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allerdings aus demſelben war verbannt worden und ſeitdem in der Fremde ihrem Namen neuen Ruhm und neuen Glanz verliehen hatte. Dieſe Perſon war Frau von Staöl, die berühmte Tochter Neckers, die berühmte Dichterin der Corinna und der Delphine.

Es war ein langer und erbitterter Kampf gewe⸗ ſen, den Frau von Staël mit dem machtvollen Kaiſer der Franzoſen geführt, und Frau von Staël, mit ihrem Genie, ihrer glühenden Beredtſamkeit, mit der Lorbeerkrone ihres Exils geſchmückt, hatte Napoleon vielleicht mehr geſchadet, als ein ganzes Heer ſeiner Feinde.

Es war von beiden Seiten ein glühender Haß, und doch hätte es nur von Napoleon abgehangen, dieſen Haß ſich in Liebe verwandeln zu ſehen. Denn Frau von Staöël war ganz geneigt, dem jungen Hel⸗ den von Marengo und Arcole die ganze glühende Begeiſterung ihres Herzens darzubringen, ganz ge⸗ neigt, die Egeria dieſes Numa Pompilius zu werden. In dem feurigen Drange ihrer ſtürmiſchen Jmagina⸗ tion hatte Frau von Staöl ſogar Bonaparte gegen⸗ über ein wenig ihre Stellung als Dame hintange⸗ ſetzt, und ſich nur erinnert, daß ſie eine Dichterin ſei, und daß es ihr als ſolcher wohl anſtehe, den Heros zu feiern, und dem leuchtenden Geſtirne, das über Frankreich aufging, die glühende Dithyrambe ihrer Morgengrüße darzubringen.

Frau von Staöl hatte es daher nicht abgewartet, daß Bonaparte ſie aufſuche, ſondern ſie war ihm zuvorgekommen und hatte ihn aufgeſucht.

An den jungen heimkehrenden Sieger von Ita⸗ lien ſchrieb ſie Briefe voll des glühendſten Enthu⸗ ſiasmus, welche indeß den jungen General wenig erfreuten. Inmitten des Schlachtgewühls und der großartigen Pläne und Entwürfe, die ihn fortwäh⸗