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Schlimm genug für dieſe Damen, daß ſie nicht meine Eroberung gemacht haben! Ich ziehe die edlen Ei⸗* genſchaften der Seele allem äußern Schein vor, und ich finde in der Kaiſerin Joſephine, der Königin von Holland und dem Prinzen Eugone Alles vereinigt, was man bewundern und lieben kann. Es gefällt mir bei ihnen in der Stille vertraulichen Beiſammen⸗ ſeins beſſer, als bei den Perſonen, die ſich wahrhaft wie Beſeſſene benehmen, und die, ſtatt des Triumphes zu genießen, den wir ihnen bereitet haben, nur dar⸗ an denken ihre Feinde zu vernichten, und bei denen anfangen, von welchen ſie früher ſo großmüthig be⸗ beſchützt wurden; ſie ſind wahrhaft ermüdend mit ihren Extravaganzen.“—
„Die Franzöſinnen ſind coquett,“ ſagte der Kaiſer ſpäter im Verlauf des Geſpräches,„ich kam hierher mit großer Furcht vor ihnen, denn ich weiß bis zu welchem Grade ſie liebenswürdig ſein können; aber nhn Zweifel gehört Flen ihr Herz nicht mehr; ich
mme deshalb auch ihr Wohlwollen ſo entgegen, wie ih es muß, ich hüte bnich wohl, mich davon täuſchen zu laſſen, und ich vermuthe, die Damen lieben es ſo ſehr zu gefallen, daß ſie denen ſogar darüber zürnen, welche die Aufmerkſamkeiten, mit denen ſie von ihnen verſchwenderiſch überſchüttet werden, nur mit herge⸗ brachter Höflichkeit erwiedern.“
Fräulein von Cochelet unternahm es bei dem Kai⸗ ſer die franzöſiſchen Damen zu vertheidigen, Sie ſagte ihm, er dürfe dieſelben nicht nach der Art und Weiſe beurtheilen, mit der ſie ſich ihm gegenüber be⸗ nähmen, da es ſo natürlich wäre, daß die Damen ſich enthuſiasmirten für einen jungen Kaiſer, der ſich ihnen in ſo vortheilhaftem Licht darſtellte, und daß ſie, ohne ſelbſt coquett zu ſein, ſehnlichſt wünſchen müßten, von ihm bemerkt zu werden.


