Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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gen, welche ihr der Czar gemacht, zu verbreiten, ſie gab am Abend nach ihrer Unterredung mit Alexander⸗ eine große Soirée, zu der ſie die ſchönſten Damen ihrer Partei und eine Zahl Senatoren einlud.

Ich wollte auf dieſe Weiſe, ſagt ſie in ihren Memoiren,die Herrn zu einem Schwur verführen. Wie einfältig ich war! Wußte ich nicht, daß die Mehrzahl derſelben wohl ſchon ein Dutzend Schwüre geleiſtet und gebrochen hatte?

Andern Tages verſammelte ſich der Senat und wählte eine proviſoriſche Regierung, die aus Talley⸗ rand, dem Herzog von Dalberg, dem Marquis von Jaucourt, dem Grafen Bournonville und dem Abbé Montesquien beſtand. Sodann erklärte der Senat unter Vorſitz dieſer proviſoriſchen Regierung den Kaiſer Napoleon des Throns verluſtig und rief Lud⸗ wig XVIII. auf den Thron. Aber indem der Senat ſo öffentlich und feierlich im Namen des franzöſiſchen Volkes ſeine legitimiſtiſchen Geſinnungen darthat, legte er zugleich Zeugniß ab von ſeiner eigenen Ün⸗ würdigkeit und ſeinem eigenen Egoismus. In dem Tractat, welchen der Senat mit ſeinem heim gerufe⸗ nen König abſchloß, ſetzte er in einem eigenen Arti⸗ kel feſt,daß das bisherige Gehalt der Senatoren ihnen als eine lebenslängliche unablösbare Rente verbleiben ſollte. Die Herren Senatoren, indem ſie Ludwig XVIII. zurückriefen, trugen alſo zugleich Sorge, ſich für ihre Mühe bezahlt zu machen, und ihre eigene Zukunft zu ſichern.*