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Der Kaiſer von Rußland hegte im Innerſten ſei⸗ nes Herzens den Wunſch, den edlen und allgemein ſo geliebten Vicekönig von Italien, Eugène Beau⸗ harnais, zum König von Frankreich erhoben zu ſehen. Der Brief, mit dem Eugone den Antrag der Ver⸗ bündeten, welche ihm die Herzogskrone von Genua angeboten, erwiederte, hatte dem Sohne Joſephinens die Achtung und Liebe des Czaren für alle Zeiten gewonnen. Alexander ſelber hatte an Eugène ge⸗ ſchrieben, und ihm im Namen der Alliirten ein Her⸗ zogthum Genna angeboten, wenn er Napoleon ver⸗ laſſen, und ſich auf Seite der Alliirten ſtellen wolle.
Eugéne Beauharnais hatte ihm mit folgendem Briefe geantwortet:
„Sire!.
„Ich habe die Vorſchläge Eurer Majeſtät empfan⸗ gen; ſie ſind ohne Zweifel ſehr ſchön, aber ſie wer⸗ den meine Entſchlüſſe nicht ändern können. Ich muß es ſchlecht verſtanden haben, meine Gedanken auszu⸗ drücken, als ich die Ehre hatte, Sie zu ſehen, wenn Ew. Majeſtät glauben können, daß lich um irgend einen, wenn auch noch ſo hohen Preis meine Ehre verletzen könnte. Weder die Ausſicht auf das Her⸗ zogthum Genua, noch die auf ein Königreich Italien kann mich zu einem Verrath beſtimmen. Das Bei⸗ ſpiel des Königs von Neapel kann mich nicht verfüh⸗ ren; ich will lieber ein einfacher Soldat, als ein treu⸗ loſer Fürſt werden.
„Der Kaiſer, ſagen Sie, hat mir Unrecht gethan; ich habe es vergeſſen; ich erinnere mich nur ſeiner Wohlthaten; ich verdanke ihm Alles, meinen Rang, meine Titel, mein Vermögen, und was ich lenn Andern vorziehe, ich verdanke ihm das, welches Ihre Nachſicht meinen Ruhm zu nennen beliebt.— Ich werde ihm daher dienen, ſo lange ich lebe; meine


