mutter mit einem Preußen, der Schwiegervater mit
einem Oeſterreicher. 45 Alle drei bemühten ſie ſich, einander zu überbieten in den Feſten, welche ſie den Gäſten bereiten wollten,
dis ſie das Glück hatten zu beſitzen. Die kleine Grä⸗
fin allein blieb gleichgültig inmitten der Freude ihrer Familie. Man machte ihr den Vorwurf, ſie beſitze ig Anhänglichkeit für die gute Sache, und „„Alles, was in ihren Kräften ſtände, die tapfern Männer, welche Frankreich viedergebracht, gut aufzunehmen.“
alſo bat den Engländer, die junge Reiten zu unterrichten; die Marquiſe
ünſchte, daß der Preuße ihre Schwiegertochter auf den Ball führe üna Bße lehre und der Marqui ſcher bei dem Oeſter⸗ reicher eine große forderte ihn auf, mit zu beſuchen. Kurz, man gab der kleinen Gräfin, alle Gelegen⸗ heit, eine Sottiſe zu begehen, oder vielmehr drei Sottiſen, denn ſie mochte keinem der drei Fremden den Vorzug geben. Sie war jung und wenig be⸗ wandert in derlei Verhältniſſen. Ihre Triple⸗In⸗ trigue ward alſo ſehr bald entdeckt, und ihrer Familie verrathen. Jetzt waren Mann, Schwiegervater und Schwiegermutter außer ſich. Dies überſtieg ſelbſt die Anforderungen ihres Royalismus und mit zor⸗ nigen Vorwürfen drangen ſie auf die junge Frau ein. „Ach,“ rief ſie unter Thränenſtrömen,„es iſt ja nicht meine Schuld, Ihr habt es ſo gewollt. Ihr habt mir befohlen, Alles, was in meinen Kräften ſtände, zu thun, um dieſe Herren gut aufzunehn und ich durfte ihnen alſo nichts verweigern.). Aber es gab auch Fälle, in denen die begeiſterten
ür die Malerei entdeckte, der jungen Frau die Muſeen
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