Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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bereit, wenn es das Wohl ihrer Söhne erheiſche, in Frankreich zu bleiben.

Bis jetzt, ſagte ſie,hatte ich meine Entſchlüſſe nur in Bezug auf das Unglück gefaßt, ich war ganz reſignirt, und ich habe gar nicht daran gedacht, daß mir noch irgend etwas Glückliches geſchehen könnte, ich weiß alſo auch jetzt nicht, was ich fordern und wollen kann. Nur bin ich entſchloſſen, für mich und meine Kinder nichts anzunehmen, was nicht unſerer angemeſſen und würdig iſt, und ich weiß nicht, was das ſein könnte.

Der Kaiſer reichte ihr mit einem ſanften Lächeln die Hand.Nun wohl, verlaſſen Sie Sich auf mich, ſagte er.Sie bleiben alſo in Frankreich?

Sire, Sie haben mich überzeugt, daß es für die Zukunft meiner Söhne nothwendig iſt. Ich bleibe alſo.

XVI. Die neuen Oncles.

Malmaiſon, wohin Hortenſe nach kurzem Aufent⸗ halt in Paris zurückgekehrt war und wo auch die Kaiſerin Joſephine weilte, ward für die in Paris verſammelten Souveraine eine Art Mittelpunkt der Geſelligkeit und der Unterhaltung. Jeder dieſer Kö⸗ nige und Fürſten wollte der Kaiſerin Joſephine und ihrer Tochter ſeine Huldigung darbringen und da⸗ durch gewiſſermaßen dem eutthronten Kaiſer die letzte Ehre erweiſen.