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Vorſatz.„Sie haben Recht,“ ſagte ſie,„Alles das iſt wahr, aber nichts deſtoweniger werde ich doch zur Kaiſerin Marie Louiſe gehen, denn es iſt meine Pflicht: wenn für mich daraus Unannehmlichkeiten entſtehen, ſo werde ich ſie nicht achten, ſondern nur meine Pflicht erfüllen. Die Kaiſerin Marie Louiſe muß am unglücklichſten von uns Allen ſein, und am meiſten des Troſtes bedürfen; dort alſo bei ihr werde ich am nothwendigſten ſein, und nichts vermag mei⸗ nen Entſchluß zu ändern.“
XV. Die Rönigin Hortenſe und der Raiſer Alexander.
Die Königin Hortenſe alſo war, dem Flehen und den Mahnungen ihrer Freunde zum Trotz, nach Ram⸗ bouillet gegangen; die Kaiſerin Marie Louiſe indeß hatte ſie mit verlegener Miene empfangen. Sie hatte der Königin geſagt, daß ſie ihren Vater, den Kaiſer von Oeſterreich, erwarte, und daß ſie fürchte, der Kaiſer möchte ſich durch die Gegenwart der Königin genirt fühlen. Ueberdies war die junge Kaiſerin, obwohl niedergedrückt und ernſt, doch nicht ſo trau⸗ rig und kummervoll geweſen, wie Hortenſe es er⸗ wartete. Das Geſchick ihres Gemahls hatte das Herz Marie Louiſens nicht ſo tief verwundet, als das der Kaiſerin Joſephine.„
Hortenſe fühlte, daß ſie hier überflüſſig ſei, daß die Gegenwart des erwarteten Kaiſers von Oeſter⸗ reich genügen werde, um die Kaiſerin von Frankreich


