Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Harfe entlockte, und zu denen ſie mit ſilberheller Stimme Worte ſang, welche ſie ſelber gedichtet und welche, halb Kindergebet, halb Liebesgedicht, die ge⸗ heimſten Gedanken dieſes unſchuldvollen jungen Weſens kundgaben, das mit einem ſeligen Abſchieds⸗ lächeln und ahnungsvollen Träumen an der Grenze ſtand, welche das Kind von der Jungfrau trennt.

IV. Der general Buonaparte.

Während Joſephine von Beauharnais nach langen ſturmvollen Jahren ſelige Tage ſtillen Glückes und heitern Friedens durchlebte, zuckten in Frankreich noch immer die Stürme der Revolution in einzelnen hef⸗ tigen Ausbrüchen nach und die Ruhe war immer noch nicht dauernd wieder hergeſtellt. Die Clubbs, dieſe Gebärhäuſer der Revolution, übten noch immer ihren verpeſtenden Einfluß auf die Bevölkerung von Paris aus, und regten die rohen Maſſen zu immer neuer Unzufriedenheit und neuen Ruheſtörungen auf.

Aber es hatte ſich ſchon der Mann gefunden, welcher dieſe rohen Maſſen in ſeiner eiſernen Fauſt zerdrücken und mit ſeinem flammenden Herrſcherblick die Sprecher der Clubbs zu Staub zermalmen ſollte.

Dieſer Mann war der General Napoleon Buo⸗ naparte. Er war kaum neunundzwanzig Jahre alt, und doch ſprach ſchon ganz Frankreich von ihm als von einem ruhmgekrönten Helden, doch lag ſchon eine glaͤnzende Siegeslaufbahn hinter ihm. Als Bataillonschef hatte er bei der Wiedereinnahme von