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meſſene Erziehung geben, ſie konnte ſelber wieder in der Geſellſchaft die Stelle einnehmen, welche ihrer Schönheit, ihrer Jugend, ihrer Liebenswürdigkeit und ihrem Namen gebührte. Sie kam nicht mehr als eine Bittſtellende in den Salon der Madame Tallien, ſondern ſie machte deſſen Schmuck und Zierde aus, und Jedermann beeiferte ſich, der ſchönen und lieb⸗ reizenden Vicomteſſe, der angebeteten Freundin der Madame Tallien, ſeine Huldigung darzubringen. Aber Joſephine zog den glänzenden Geſellſchaften das ſtille häusliche Glück vor, das ſie im Kreiſe ihrer Kinder genoß. Mehr und mehr trat ſie aus den lauten, geräuſchvollen Kreiſen zurück, um in friedſeliger Stille ſich ihren geliebten Kindern zu weihen,, welche ſich immer bedeutſamer und anmuthiger entwickelten.
Eugéne war jetzt ein Jüngling von ſechszehn Jahren, und da er nicht mehr um ſeiner Sicherheit willen genöthigt war, ſeinen Namen und ſeinen Stand zu verläugnen, hatte er die Werkſtatt ſeines Meiſters verlaſſen und ſeine Blouſe ausgezogen. Er bereitete ſich unter der Anleitung ausgezeichneter Lehrer zum Militairdienſt vor, und ſetzte ſeine Lehrer durch ſeinen glühenden Eifer und ſeine ſeltene Faſſungs⸗ kraft in Erſtaunen. Der Kriegsruhm und die Groß⸗ thaten Frankreichs erfüllten ihn mit Begeiſterung, und eines Tages, als er mit ſeinem Lehrer von den Thaten Turenne's ſprach, rief Eugéne mit ſtrahlenden Augen und flammendem Angeſicht:„Auch ich werde eines Tages ein tapferer General ſein!“
Hortenſe, jetzt ein Mädchen von zwölf Jahren, lebte mit ihrer kaum dreißigjährigen Mutter in dieſer ſüßen Vertraulichkeit einer älteren und jüngeren Schweſter. Beide waren ſie unzertrennliche Gefähr⸗
tinnen; die Natur hatte Hortenſen die Schönheit ge⸗ geben, ihre Mutter gab dieſer Schönheit die Anmuth


