Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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bezahlen mußte*). Joſephine Beauharnais aber hatte nicht einmal ſo viel Geld, um ihre vom Geſetz er⸗ laubte Portion Weißbrot zu bezahlen. Sie allein kam ohne Brot zu den Diners der Madame Dumou⸗ lin, die indeſſen ſie auch für immer von dieſer Mode, ihr Brot mitzubringen, befreite und immer für Jo⸗ ſephine und ihre Tochter Hortenſe ein Weißbrot be⸗ reit hielt.

Aber die Vicomteſſe v. Beauharnais ſollte bald darauf das Ende dieſer Noth erreichen. Eines Tages, als ſie bei Madame Tallien zu einem Diner einge⸗ laden war und ſich mit Hortenſen zu Fuß dahin begeben hatte, kündigte ihr Tallien an, daß das Gouvernement auf ſeine Bitten bereit ſei,„der Ge⸗ mahlin eines hingeopferten wahren Vaterlandsfreu⸗ des einige Zuſtändniſſe zu machen.“ Daß er für ſie eine Ordonnanz von der Adminiſtration der Domä⸗ nen ausgewirkt habe, in Folge deren die Siegel von ihrem Mobiliar und ihrem beweglichen Vermögen ſofort abgenommen werden ſollten, und daß die Re⸗ publik ihr ein Mandat auf den Treſor durch ihn zu⸗ ſtellen laſſe, bis auch binnen Kurzem das Sequeſter ihrer Güter aufgehoben werde.

Joſephine fand keine Worte, um zu danken. Sie ſchloß ihre Tochter in ihre Arme und rief unter Thränen:„Wir werden endlich wieder glücklich ſein! Meine Kinder werden keine Noth mehr leiden!“— Dieſes Mal waren es Thränen der Freude, welche Joſephinen wennte, die erſten, welche ſie ſeit langen Jahren vergoſſen.

Die Noth und Sorge war jetzt vorüber. Joſephine konnte jetzt ihren Kindern eine ihrem Range ange⸗ 3

*³) Mémoires de Monsieur de Bourienne sur Napoléon. Vol. I. S. 80.

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