Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Robespierre hat Recht gebabt. Es exiſtirt ein höheres

eſen!“ 3

Dieſe Zeit des Schreckens und des Blutes war jetzt vorüber, Robespierre war todt, Théroigne de Méricourt war nicht mehr die Göttin der Vernunft und Mademoiſelle Maillard nicht mehr die Göttin der Freiheit und der Tugend. Die Frauen hatten es aufgegeben, Göttinnen darzuſtellen, und als ſymbo⸗ liſche Figuren zu repräſentiren. Sie wollten wieder ſie ſelbſt ſein und durch ihren Geiſt und ihre Anmuth in den Salons ſich wieder den Thron aufrichten, den die Revolution ihnen zerbröckelt hatte.

Madame Tallien, Madame Récamier und Frau v. Staöl ſtellten die Salons und die Geſellſchaft wieder her, und Jedermann drängte ſich, zu dieſen Salons den Zutritt zu gewinnen. Freilich ſahen dieſe Geſellſchaften und Réunions noch wunderlich und phantaſtiſch genug aus, und die Mode, welche ſo lange der Carmagnole und der rothen Mütze hatte weichen müſſen, ſuchte ſich durch alle möglichen Lau⸗ nen und phantaſtiſchen Coquetterien für ihre lange Verbannung zu rächen, und nahm dabei eine ganz politiſche reactionnäre Miene an. Man trug nicht mehr Coiffuren à la Jacobine, ſondern Coiffuren à la Victime und au repentir. Man wollte ſeinen Geſchmack an den ſchönen Künſten beweiſen, und kleidete ſich nach den Statuen Griechenlands und des alten Roms. Man gab griechiſche Feſte, bei denen man die ſchwarze Suppe Lykurgs wieder zu Ehren brachte, und römiſche Gaſtmäler, die an Pracht und Verſchwendung denen des Lucullus wenig nachſtanden.

Dieſe römiſchen Feſte fanden beſonders im Pallaſt Luxembourg ſtatt, wo die Directoren der Republik jetzt ihre Wohnung aufgeſchlagen und wo Madame

Tallien der neuen franzöſiſchen Geſellſchaft die neuen