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die Todesurtheile zu unterſchreiben, welche den Guillo⸗ tinen neue Opfer zuführen ſollten, ward er von den Jacobinern und Nationalgarden, welche die Thüren des Stadthauſes mit Gewalt erſtürmten, verhaftet, und der Verſuch, ſich mit ſeinem Piſtol das Gehirn zu zerſchmettern, mißlang. Blutend, mit zerſchmet⸗ terter Kinnlade, ward er fortgeſchleppt, um von Fou⸗ quier⸗Tainville ſein Urtheil zu empfangen, und dann auf das Schaffot geführt zu werden. Aber um allen Formen zu genügen, brachte man ihn zuerſt nach den Tuilerieen, wo das Comitsé der öffentlichen Sicherheit in dem Zimmer der Königin Marie Antoinette tagte. In dieſes Schlafzimmer Marie Antoinette's, welche Robespierre auf das Schaffot gebracht, ſchleppte man jetzt den blutenden, halb lebloſen Dictator. Wie ein verächtliches Packet Lumpen warf man ihn auf dieſen großen Tiſch, der da in der Mitte des Zimmers ſtand. Geſtern noch hatte Robespierre als allmäch⸗ tiger Herrſcher über das Leben und das Hab und Gut aller Franzoſen an dieſem Tiſche gethront, geſtern noch hatte er da ſeine Deecrete erlaſſen und Todesurtheile unterzeichnet, die noch unausgefertigt auf dem Tiſche umher lagen. Und dieſe Papiere waren jetzt der ein⸗ zige Balſam, den der ächzende, röchelnde Mann auf ſeine Wunden legen konnte und mit denen er das Blut zu ſtillen verſuchte, das in Strömen aus ſeinem Munde floß. Die von ihm ſelbſt unterzeichneten Todesur⸗ theile tranken jetzt Robespierre's eigenes Blut, und um die große klaffende Wunde an ſeinem Kopfe zu verbinden, hatte er nichts als den Fetzen einer Trico⸗ lore, den ein mitleidiger Sansculotte ihm zugeworfen. — Und wie er jetzt ſo, zerfetzt, blutend, ächzend und wimmernd inmitten der blutgetränkten Papiere da lag, rief ein alter Nationalgardiſt, mit ausgeſtreck⸗ tem Arm auf dieſes Schreckbild hindeutend:„Ja,


