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Der Sturz Robespierre's öffnete die Gefängniſſe und gab Tauſende dieſer ſchon verurtheilten Schlacht⸗ opfer der Revolution frei.— Die Vicomteſſe Joſe⸗ phine verließ das Gefängniß. Sie war der Freiheit wiedergegeben, ſie konnte zu ihren geliebten Kindern zurückkehren; aber ſie kam als Wittwe, und zwar als arme Wittwe, denn ihr Vermögen und das ihrer Kinder war, gleich dem aller andern Ariſtokraten, von der„einigen und untheilbaren Republik“ mit Beſchlag belegt worden.
III. Folgen der Revolution.
Frankreich athmete wieder auf; die Schreckensherr⸗ ſchaft war beendet, und eine mildere und geſetzmäßi⸗ gere Regierung ſchwang jetzt ihr Scepter über das arme, in Todesſchmerzen zuckende Land— Es war nicht mehr ein todeswürdiges Verbrechen, einen edlen. Namen zu führen, beſſer gekleidet zu ſein, als die Sanseulotten, keine rothe Jacobiner⸗Mütze zu tragen, und mit den Emigranten verwandt zu ſein. Die Guillotine, welche zwei furchtbare Jahre des Bluts und der Thränen über Paris geherrſcht, ruhte jetzt ein wenig aus von ihrer entſetzlichen Arbeit und er⸗ laubte den Pariſern auch wieder an etwas Anderes zu denken, als an das Anfertigen ihres Teſtamentes und die Vorbereitungen zum Tode.
Da man das Leben wieder auf eine Stunde ſein nennen konnte, wollte man dieſe ungewiſſe Stunde des Glückes genießen. Man hatte ſo lange geweint,


