Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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weigert, den Eid auf die neue Verfaſſung zu leiſten, ihnen geantwortet hatte:Werdet Ihr heller ſehen, wenn ihr mich an die Laterne gehangen habt? Da war endlich noch ein Herr Duvivier, ein Schüler Caglioſtro's, der gleich ſeinem Meiſter es verſtand in der Zukunft zu leſen, und mit Hülfe einer Caraffe voll Waſſer und einerTaube, das heißt, eines jungen unſchuldigen Mädchens unter ſieben Jahren, die geheimnißvollen Räthſel des Schickſals zu löſen. An ihn, an den Groß⸗Cophta wandte ſich die Vicomteſſe Beauharnais jetzt nach dieſem Tage der ſchreckensvollen Ungewißheit, von ihm verlangte ſie jetzt Aufſchluß über das Schickſal ihres Gemahls. Es war eine eigenthümliche Scene, welche ſich da der Stille der Nacht in dem düſteren öden Ge⸗ angnißſaal begab. Der Gefangenwärter, durch eine ſſſignate von funfzig Franes, die freilich nur noch erzig Sous werth war, beſtochen, hatte darein ge⸗ welligt, daß ſein kleines ſechsjähriges Töchterchen dem Groß⸗Cophta alsTaube diene, und hatte außerdem alle nöthigen Vorbereitungen getroffen. In der Mitte des Saales alſo war ein Tiſch aufgeſtellt, auf wel⸗ chem ſich eine Caraffe, angefüllt mit hellem friſchem Waſſer, befand, um dieſelbe waren, in Form eines Triangels, drei Lichter aufgeſtellt, und zwar ſo nahe als möglich neben der Flaſche, damit die Taube deſto beſſer ſehen könnte. Das kleine Mädchen, eben aus dem Schlafe geweckt und im leichten Nachthemdchen aus ihrem Bett gehoben, ſaß auf einem Stuhl dicht an dem Tiſche und hinter ihr erhob ſich die ernſte düſtere Geſtalt des Groß⸗Cophta. Rings um den Tiſch ſtanden die Gefangenen, dieſe Herzoginnen und Marquiſen, dieſe Damen des Hofes von Verſailles, welche noch im Gefängniß ihre ariſtokratiſchen Alluren und Manieren beibehalten hatten und die Etiquette Königin Hortenſe. 1. 2