Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Luxembourg neben ſo vielen anderen Opfern der Re⸗ volution eingekerkert ward.

Joſephine erfuhr das Unglück ihres Gemahls, und dieſe Trauernachricht rief ihre ganze Energie, ihre ganze Liebe zu thatkräftigem Handeln wach. Sie ſchwur ſich, den Gemahl, den Vater ihrer Kinder zu befreien, oder mit ihm zu ſterben. Muthvoll warf ſie ſich allen Gefahren, allen Verdächtigungen ent⸗ gegen, ſelig, als es ihr gelang, den Gemahl im Ge⸗ fängniß aufzuſuchen, ihn zu tröſten, ihm Hoffnung zuzuflüſtern.

Aber damals ward auch die Liebe und die Treue zu einem todeswürdigen Vergechen, und Joſephine, doppelt ſchuldig, einmal, w ſie ſelber Ariſtokratin war, dann weil ſie einen Ariſtokraten, einen ange⸗ klagtenVerräther des Vaterlandes liebte und um ſein Schickſal weinte, Joſephine ward verhaftet und in das Gefängniß von St Pelagie gebracht.

Eugone und Hortenſe waren nun kaum noch mehr als Waiſen, denn die Gefangenen von Luxembourg und St. Pelagie verließen damals ihr Gefängniß immer nur, um das Blutgerüſt zu beſteigen. Ver⸗ laſſen und jeder Hülfe beraubt, gemieden von Allen, die ſie einſt gekannt und geliebt, waren die beiden Kinder ganz allein, ganz hülflos, waren ſie bedroht von Elend, Noth und Hunger ſogar. Denn das Ver⸗ mögen ihrer Aeltern war ſegueſtrirt und in derſelben Stunde, in welcher man Joſephine in das Gefängniß abführte, hatte man auch die Eingänge und Thüren ihrer Wohnung verſiegelt, den armen Kindern es überlaſſend, ſich ſelber ein Obdach zu ſuchen. Aber ſie waren doch nicht ganz verlaſſen, nicht ganz hülflos. Eine Freundin Joſephinens, eine Madame Holſtein, hatte den Muth, den beiden Kindern zu Hülfe zu kom⸗ men und ſie in ihre eigene Familie aufzunehmeu.