Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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die furchtbarſte Exploſion dieſes grauenhaften Kra⸗ ters, aber die ganze Erde bebte noch davon, überall gährte die wilde, unterirdiſche Maſſe empor und wollte das Unterſte zum Oberſten verkehren. Auch bis nach Martinique hin empfand man dieſes geiſtige Erdbeben, das in Frankreich ſchon aus dem grauen⸗ vollen Revolutionskrater die blutige Guillotine her⸗ vorgeſchleudert hatte. Dieſe Guillotine war der Altar der neuen ſogenannten Völkerfreiheit geworden, und auf dieſem Altar opferte die freudentrunkene, ſinnloſe Maſſe ihrem neuen Götzen Diejenigen, welche bis dahin ihre Herren und Gebieter geweſen und durch deren Tod ſie ſich jetzt die Freiheit für immer glaub⸗ ten erkaufen zu können.

Egalité, fraternité, liberté! das waren die Schlacht⸗ rufe dieſes heulenden, mordenden Volkes, das waren die drei Worte, welche in blutiger Flammenſchrift über der Guillotine brannten, und als deren höh⸗ nendes Wahrzeichen das blitzende Fallbeil ſich her⸗ nieder ſenkte, um die Häupter derAriſtokraten, welche man trotz der neuen Religion der drei Worte nicht als Brüder, nicht als Seinesgleichen erken⸗ nen, denen man nicht die Freiheit des Gedankens und des Lebens gönnen wollte, von ihrem Rumpfe zu trennen.

Und dieſer Schlachtruf des mordenden franzöſiſchen Volkes, er war auch bis nach Martinique gedrungen, er hatte die Sklaven aus ihrem dumpfen Gehorſam

aufgeſchreckt, und ſte wollten jetzt mit Gewalt ihren

ihnen ſo lange vorenthaltenen Antheil an der Frei⸗ heit, Gleichheit und Briüderlichkeit ſich ertrotzen.

Ueberall erhoben ſie ſich in offener Empörung gegen

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ihre Herren, und die Brandfackeln, welche ſie in die Häuſer derſelben ſchleuderten, däuchten ihnen die Hochzeitsfackeln ihrer Freiheit.