von der Gloire der belle France
nerungen“. Und dieſes
ſie immer noch die Dichterin„von Gottes Gnaden“. Anmuthig und lieblich ſind ihre Gedichte, voll zarter Elegie, voll tiefer, leidenſchaftlicher Gluth, die indeſſen nie die Gränzen zarter Weiblichkeit überſchreitet; an⸗ muthig und melodiös ſind ihre Compoſitionen. Wer kennt nicht das Lied„Va t'en guerrier“, das Hor⸗ tenſia gedichtet und componirt und das ſie dann auf Napoleons Wunſch zu einem Militairmarſch trans⸗ ponirte. Bei den Klängen dieſes Marſches verließen einſt die Soldaten Frankreichs ihr Vaterland, um die franzöſiſchen Adler nach Rußland zu tragen; bei den Klängen dieſes Marſches hatten in jüngſter Zeit wie⸗ der die Soldaten Frankreichs ihr Vaterland verlaſſen, um die franzöſiſchen Adler nach Nußland zu tragen. Hortenſens Lied iſt geblieben; einſt ſang es laut und jubelnd die Welt; dann unter den heimgekehrten Bourbonen ſummten es leiſe die zerſchoſſenen, ver⸗ krüppelten Krieger des Invalidenhauſes, wenn ſie wie von einem ſchönen Ingendtraum heimlich zu einander flüſterten. Jetzt ſchallt das Lied wieder mächtig durch Frank⸗ reich dahin, jetzt ſchwingt es ſich jubelnd empor zu der Vendôme⸗Säule, und das eherne Antlitz des Kaiſers ſcheint zu lächeln, wenn dieſe zitternden Ton⸗ wellen ſeine Stirn umrauſchen, und die Hortenſien auf dem Grabe der Königin heben träumeriſch ſinnend ihre Blüthenköpfe empor, in denen der Thau des Himmels oder die Thränen der heimgegangenen Kö⸗ nigin wie koſtbare Brillanten funkeln, und ſie lau⸗ ſchen auf dieſes Lied, welches jetzt für Frankreich eine heilige Bedeutung gewonnen, denn es iſt das Hohe⸗ ied einer Religion, welcher alle Völker und alle Menſchen huldigen ſollten,„der Religion der Erin⸗ „Va t'en gucrrier“, welches
Frankreich jetzt ſingt, es ertönt über dem Grabe der 8 1½


