Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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hatte Königin von Napoleons Gnaden zu ſein, blieb

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mehr die Königin der Völker, aber die Königin der Blumen. Die Blumen haben das Gedächtniß und die Erinnerung an die ſchöne Tochter Joſephinens bewahrt, die Blumen haben nicht, wie ſo viele Men⸗ ſchen, ſie verleugnet, als ſie nicht mehr die Tochter des allmächtigen Kaiſers, ſondern die Tochter des Verbannten war. Unter den Blumen hat ſie wei⸗ ter gelebt, die ſchöne Hortenſia, und Gavarny, der große Dichter der Blumen, hat in ſeinenHleurs animées der Blumenkönigin Hortenſia ein rührend ſchönes Denkmal errichtet. Auf einem Hügel von Hortenſien ruht das Bild der Königin Hortenſia; in weiter Ferne, wie ein halbvergeſſenes Traumbild, ſieht man die Kuppeln und Thürme von Paris. Wei⸗ ter im Vordergrund liegt der Grabhügel von Hor⸗ tenſien mit dem Bilde der königlichen Schweſter der Blumen. Einſamkeit herrſcht ringsumher, aber dro⸗ ben in den Lüften ſchwebt der kaiſerliche Adler! Der kaiſerliche Mantel mit den goldenen Bienen wallt wie ein Kometenſchweif hinter ihm her, das dunkel⸗ rothe Band der legion d'honneur mit dem goldenen Kreuz hängt um ſeinen Hals, in ſeinem Schnabel trägt er einen vollen Blüthenzweig der Kaiſerkrone.

Es iſt ein Stück Weltgeſchichte, das uns aus die⸗ 4 ſem reizenden Bilde Gavarny's entgegentritt, ein Stück Weltgeſchichte, das in wunderbaren phantaſti⸗ ſchen Schattenbildern an uns vorüberrauſcht, wenn wir das Leben der Königin Hortenſia mit prüfendem Auge betrachten und ihr Schickſal überdenken.

Sie hat alle Größe und alle Herrlichkeit der Erde kennen gelernt, und hat Alles in Staub zerfallen ſehen. Nein, nicht Alles! Ihre Leiden und ihre Gedichte ſind geblieben, das Genie bedarf keiner Kron um unſterblich zu ſein. Als Hortenſia aufgehö

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