Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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ten einen Brief, der plötzlich ihr Entzücken in die größte Verzweiflung und Wuth verwandelte. Aus dieſem Brief erfuhr ſte, daß man ſie getäuſcht über den Character der königlichen Braut, dieſer Brief be⸗ nachrichtigte ſie, daß Eliſabeth Farneſe nicht ein ein⸗ fältiges, albernes und demüthiges Kind ſei, ſondern ein kühnes, muthvolles, entſchloſſenes Weib, von durch⸗ dringendem Verſtande und ſeltenen Geiſtesgaben.

Prinzeſſin Orſini war außer ſich. In raſendem Zorn ſandte ſie zu Alberoni, zu dieſem verrätheriſchen Abbé, welcher ſte ſchmählich getäuſcht und hintergangen hatte. Er ſollte zu ihr kommen, an ihm wollte ſie Rache neh⸗ men, ihn wollte ſie zwingen, dieſe Verbindung rück⸗ gängig zu machen.

Aber Alberoni war ſchon abgereiſt nach Pampelona, um dort die Prinzeſſin ſeines Hofes, wenn ſie als⸗ Gemahlin des Königs von Syanien die Grenze über⸗ ſchritt, zu empfangen.

Derr Prinzeſſin blieb nur ein letztes, ein verzweifel⸗ zes Mittel übrig, dies ergriff ſie mit der Angſt des Ertrinkenden, der nach dem Strohhalm greift. Sie ſandte einen Courier an den ſpaniſchen Geſandten mit dem ſtrengen Befehl, die Trauungsceremonie um jeden