b V
— 321—
war; zugleich hatte die junge Braut des Königs einen demüthigen, ergebungsvollen und unterwürfigen Brief an die Prinzeſſin geſchrieben. Prinzeß Orſini trium⸗ phirte und pries ſich glücklich ob der klug getroffenen Wahl.
Ganz heimlich wurden die nun noch nöthigen Vor⸗ kehrungen getroffen, der Dispens vom Papſte und die Einwilligung Ludwigs des Vierzehnten herbei geſchafft.
Nichts ſtand der Verbindung mehr entgegen. Der Herzog von Parma hatte es übernommen bei der Trauungsceremonie in Parma die Stelle des Königs von Spanien, des glücklichen Bräutigams, zu vertre⸗ ten, der außerordentliche Geſandte Philipps des Fünf⸗ ten war mit einem glänzenden Gefolge ſchon abgereiſt, um die königliche Braut aus den Händen des Herzogs von Parma zu empfangen und nach Spanien zu ge⸗ leiten.
Die Prinzeſſin Orſini ſah eine neue glänzende Zu⸗ kunft vor ſich, und ſie theilte ganz die freudige Un⸗ geduld des Königs nach ſeiner ſchönen Braut Eliſa⸗ beth Farneſe.
Aber eines Tages bekam die Prinzeſſin von dem
ſo eben in Parma angelangten ſpaniſchen Abgeſand⸗ III. 21


